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Zur Donautanz-AG kommen tanz- und musikbegeisterte Schüler des Wieland-Gymnasiums, die das Donaufieber nach der Donaufahrt in der neunten Klasse nicht mehr loslässt. Gemeinsam erlernen sie Tänze, die früher entlang der Donau getanzt wurden.

Durch verschiedenste Auftritte mit Live-Musik, sei es am Musikfrühling oder im Seniorenheim, verdienen sie sich selbständig das Geld für die größtenteils von Schülerhand organisierte Donautanzfahrt, die Anfang der Sommerferien stattfindet. Zwischen Eining und dem Städtchen Au an der Donau treten die Musiker gemeinsam mit den Tänzern bei jeder Station der Fahrt unter freiem Himmel auf – selbst wenn das Wetter mal nicht mitspielt.

Nach den Auftritten verbringt die Gruppe gemeinsam den Abend. Hier wird gesungen, musiziert und geredet.

Auch beim Paddeln wird nicht aufs Wetter geachtet: Selbst bei Sturm und Starkregen paddelt die Gruppe in ihren Holzzillen die Donau hinunter um das Etappenziel möglichst noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Fast genauso anstrengend ist das Paddeln für die Schülerinnen und Schüler bei glühender Hitze. Jedoch können sie sich bei diesem Wetter in der Donau bei gelegentlichen Badepausen abkühlen.

Bei der selbständigen Organisation der Fahrt erlernen die Schüler unabhängiges und selbstständiges Handeln. Während der Fahrt entsteht eine starke Gemeinschaft zwischen den Schülerinnen und Schülern, da bei etlichen Situationen Teamwork und Gruppenzusammenhalt wichtig sind.  

Tanzfahrt 2019 - Start in Ulm

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Jugendliche von 17 Jahren für schwäbischen und bayrischen Volkstanz zu begeistern, geht dies heute noch? Diese Frage stellte sich Horst Buchmann vom Wieland-Gymnasium Biberach zusammen mit seinem Kollegen Martin Rösler. Die 14-tägige Donaufahrt des Wieland- Gymnasiums  in der 9. Klasse bietet viele Anknüpfungspunkte für kulturelle Erfahrungen, warum sollten Tänze entlang der Donau nicht gelernt werden um diesen Erfahrungsschatz zu erweitern? Aus diesen Fragen heraus entstand eine AG für Donautänze im Rahmen des Ganztagsschulkonzepts des Wieland-Gymnasiums.

Probenwochenende für die neue Saison!

 

Dreißig Schüler des Wieland-Gymnasiums, darunter auch einige tanzsüchtige Ehemalige, verbrachten ein Probenwochenende im „Haus der Volkskunst" in Frommern bei Balingen, um neue AG-Mitglieder in die Tanzkunst einzuführen und das Repertoire „Tänze der Donau entlang" zu erweitern. Gleichzeitig war das Wochenende ein Trainingslager mit Blick auf diverse Auftritte im Verlauf des Schuljahrs.

Unter der Leitung der WG-Lehrer Sandra Junginger und Martin Rösler erarbeiteten die Schüler Tänze aus dem Schwarzwald sowie aus dem bayrischen und österreichischen Donauraum: Hier wird hauptsächlich paarweise getanzt; Tänze aus den an die Donau angrenzenden Balkanstaaten hingegen sind meist Reigentänze und haben einen ganz anderen Charakter - sowohl von der Musik als auch von den Tanzschritten her. Dass die Donau schon immer eine Migrationsachse darstellte, zeigen Tänze aus ehemals deutsch besiedelten Gebieten am unteren Lauf der Donau: Hier wird wieder paarweise getanzt.

Ein besonderes Erlebnis war die Begegnung mit anderen jugendlichen Tänzerinnen und Tänzern, die im selben Haus an einem Ausbildungskurs für angehende Tanzleiter besuchten. Gegenseitige Vorführungen und gemeinschaftliches Tanzen zauberte ein Lachen auf alle Gesichter.

Donautanzfahrt 2019 - Von Ulm nach Regensburg

In der ersten Woche der Sommerferien 2019 brachten 30 Donautänzer und –musiker, sowie die Lehrer Sandra Junginger und Alexander Diesch vom Wieland-Gymnasium ihre drei Zillen in Ulm zu Wasser. Dieses Jahr standen sechs Tagesetappen von Ulm bis Regensburg auf dem Programm. Bereits nach fünf minütiger Fahrt, legte die Gruppe am Fischerviertel eine Pause ein, wo sie bereits von Katharina Bickel, der dritten Begleitlehrkraft, erwartet wurden, um vor dem Rathaus und auf dem Münsterplatz ihr Repertoire an folkloristischen Donautänzen zu präsentieren. Zurück auf dem Wasser hinterließ die Silhouette Ulms beim Blick vom Fluss auf die Stadt einen bleibenden Eindruck bei den Schülern.

Boote einsetzen in Ulm

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Schleuseneinfahrt

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. Bald darauf erreichte die Gruppe die erste selbst bedienbare Schleuse in Ulm-Elchingen. Der hohe Wasserstand führte jedoch dazu, dass erst einmal Warten auf Hilfe angesagt war – diese Erfahrung mussten die Donaufahrer im Laufe der Fahrt noch öfters machen, verbunden mit mehr oder weniger langen Zwangspausen. Nachdem aber die erste Hürde gemeistert war, konnte die Fahrt zum ersten Quartier – ohne fließend Wasser und einer einzigen Toilette - nach Günzburg fortgesetzt werden. Nach einer kurzen Nacht hieß es wie an jedem der folgenden Tage um 6 Uhr aufstehen. Bei meist nebligem, noch kaltem Wetter mussten die Isomatten zusammengerollt sowie die Schlafsäcke in den Gepäcktonnen und die Zeltplane im Boot verstaut werden, um gleich nach dem Frühstück ab aufs Wasser zu kommen.

Auftritt in Ulm

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Die Tänzer

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Die Musici

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Die Reise führte durch idyllische Uferlandschaften, in die historischen Städte Dillingen, Neuburg an der Donau, Ingolstadt und durch den Donaudurchbruch nach Kelheim, wo die Gruppe mit einem Traktor von der Donau zum Campingplatz chauffiert wurde, bis nach Regensburg. Abends begeisterte die Tanzgruppe unter der Leitung von Sandra Junginger, musikalisch begleitet von der Musikgruppe, geleitet von Katharina Bickel, das Publikum auf den Marktplätzen. An so manchem verregneten Abend, einer spektakulären Hochschleusung mit Selbstbetätigung und gemeinsamen Singen wuchs die Gruppe Tag für Tag zu einem starken Team heran, befeuert durch gemeinsames Baden am Bootsanleger und spontane Variationen der Tanzchoreographie. So wurde die Donautanzfahrt auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg und alle Teilnehmer werden viele spannende Erlebnisse und Eindrücke in Erinnerung behalten

Text und Bilder von Sandra Junginger

Donautanzfahrt 2018 - Von Wien nach Budapest

Zu einer besonderen Donaufahrt brachen 45 Schüler der Donautanz AG des Wieland-Gymnasiums und vier Lehrer zu Beginn der Sommerferien auf. Des Weiteren begleiteten die Gruppe fünf ehemalige donauverrückte Schüler.

Etwas Besonderes war die Fahrt aufgrund zweier Besonderheiten:

Erstens, zeigte die Gruppe, wie von vergangenen Donautanzfahrten bereits bekannt, ein breites Repertoire an Folkloretänzen, die aus den Donauanrainer-Staaten stammen. Die 36 Tänzerinnen und Tänzer erlernten ihr Können in einer am Wieland-Gymnasium stattfinden AG unter der tänzerischen Leitung von Sandra Junginger. Begleitet wurden sie von einer neun köpfigen Musikgruppe unter der Leitung von Katharina Bickel.

Zweitens, wählte die Gruppe nicht Wien, wie bei vielen vergangenen Fahrten als Ziel der Reise, sondern sie fuhren von Wien 280,7 km donauabwärts durch Österreich, die Slowakei und Ungarn nach Budapest.

Ankunft in Bratislava

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Übertragen der Boote am Kraftwerk Dunakiliti

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Als erstes Etappenziel wählte der Fahrtenleiter Alex Diesch, der die Gruppe zusammen mit Sydney Trost und den beiden AG-Leiterinnen Katharina Bickel und Sandra Junginger begleitete das kleine Örtchen Hainburg direkt vor der slowakischen Grenzen. Das kleine, hübsche Örtchen wirkte abends wie ausgestorben, so dass nur wenig Zuschauer den ersten Auftritt vor einem kleinen Restaurant verfolgten. Am Tag darauf führte eine kurze Etappe weiter nach Bratislava, wo in der Stadt vor viel interessiertem Publikum getanzt werden durfte. Nach einem Ruhetag mit Sightseeing und weiteren Auftritten folgte die größte Herausforderung der Fahrt. Da ein nie in Betrieb genommenes Kraftwerk über keine Schleußenmöglichkeit für die Zillen verfügte, mussten die Zillen bei 40°C in der Mittagshitze über einen Damm und anschließend über einen Feldweg in einen Seitenarm der Donau getragen werden. Mit vereinten Kräften und viel Schweiß konnten die Schüler angestrengt aber glücklich ihre Fahrt fortsetzen und die Strapazen bei einer anschließenden Badepause schnell vergessen. Nun ging es durch die idyllischen Landschaften der unberührten Donauauen bei Dunakiliti. Dies erschwerte jedoch den Zugang zum Campingplatz, so dass in dessen Nähe auf einer Wiese campiert werden musste. Von dort ging die Reise weiter nach Komarno, wo kurz vor der Ankunft ein starkregen Gewitter die Gruppe überraschte, was den Auftritt in dem kleinen slowenischen Örtchen buchstäbliches ins Wasser fallen ließ. Die nächste Etappe führte in die ungarische Partnerstadt von Ehingen die Stadt Esztergom. Hier wurden die Tänzer und Musiker mit viel ungarischer Gastfreundschaft empfangen und dem Auftritt auf dem Marktplatz zu einem Umtrunk ins Rathaus geladen. Leider blieb nicht viel Zeit, um sich alles genauer anzuschauen, da das nächste Ziel Visegrad bereits am nächsten Tag auf dem Plan stand. Hier kündigte ein Hotelbesitzer mit Plakaten in der Stadt das Kommen und den Auftritt der WG-Schüler an. Sogar das Fernsehen war eingeladen. Stolz, vor einem großem Publikum auf der Bühne der Stadt tanzen dürfen, präsentierten die Schüler ihr Können. Der letzte Tag auf dem Wasser führte vorbei an der Künstlerstadt Szentendre, wo am Mittag vor einer wunderschönen Kulisse getanzt wurde, nach Budapest.

Vor der Basilika von Esztergom

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Auftritt in Szentendre

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Überglücklich erreichten alle Teilnehmer nach neun Tagen den Ruderclub in Budapest. In den darauffolgenden zwei Tagen blieb Zeit, die Stadt zu erkunden und auf diversen Plätzen aufzutreten. Am Ende bleiben die beeindruckenden Erinnerungen an die etwas andere Donautanzfahrt 2018.

Gruppenbild vor dem Rathaus von Estzergom

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Text und Bilder: Sandra Junginger

Donautanzfahrt 2015 - Von Eining nach Au

Nach einem Schuljahr von Proben und Auftritten in Biberach ging die 24 köpfige Donautanzgruppe des Wieland-Gymnasiums 10 Tage auf Tournee mit zwei Zillen, um ihr Können in verschiedenen Donaustädten unter Beweis zu stellen. Begleitet von 11 Musikern, boten die 13 Tänzerinnen und Tänzer einen Querschnitt von Folkloretänzen der die Donau angrenzenden Länder.

Die Fahrt begann 10 km vor dem Kloster Weltenburg, gegründet von schottisch-irischen Mönchen, weshalb die Gruppe das irische Lied "Star of the County Down" in ihr Repertoire aufgenommen hatte. In Regensburg begann die Tournee auf dem Neupfarrplatz, wo sich ein zahlreiches Publikum von der Darbietung von Tänzen aus Schwaben, Bayern, Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien und Serbien unterhalten ließ. Noch lief nicht alles rund, doch beeindruckt waren die Zuschauer allemal von der Begeisterungsfähigkeit der Jugendlichen unter der Leitung und Mitwirkung von Horst Buchmann, Katharina Bickel und Martin Rösler, die wie die Schüler den Anfang der Sommerferien damit verbrachten, grenzübergreifendes Kulturgut dem Publikum nahezubringen.

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Nach dem Auftrittstag in Regensburg ging es über Straubing bis Deggendorf, wo die Darbietungen auf dem Hauptplatz der Stadt gezeigt wurden, bei einem fantastischen Wetter, aber sehr heißen Temperaturen. Diese veranlassten die Gruppe dazu, am nächsten Morgen schon um 7:00 Uhr aufzubrechen, denn die Morgenkühle erleichterte das Paddeln wesentlich und zum Auftritt konnte man so Energie sparen. Einige Badepausen in der angenehm warmen und von Niedrigwasser gekennzeichneten Donau machten das Paddeln bei 35 Grad um einiges erträglicher.

Der nächste Auftritt fand am Abend in Vilshofen statt und durch eine Umstellung des Programms gelang ein schmissiger Einstieg und das Publikum erwies sich als sehr spendierfreudig, was die Gruppe noch mehr anspornte.

In Passau war der letzte Auftritt vor Österreich und nach einer Probe in Inzell in der Schlögener Schlinge war die Gruppe bereit für glanzvolle Auftritte in Österreich. In Ottensheim wurden die Jugendlichen von der Bürgermeisterin und der Tourismusmanagerin empfangen, außerdem fand zufällig eine Geburtstagsfeier auf dem Hauptplatz statt, so dass die Stimmung dazu beitrug, dass sich das Publikum zum Mittanzen animieren ließ. Sogar die Bürgermeisterin ließ sich nicht zweimal von Jonas Eickelmann zum Wiener Walzer bitten.

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Zurück auf dem Übernachtungsplatz musste noch gekocht werden, und als um 21:30 Uhr die Schinkennudeln serviert wurden, überraschte eine vorher in Ottensheim zuschauende Familie die Schüler mit Getränken zum Essen, als Dank für die wunderbare Idee dieser Art der Darbietungen mit Tänzen und Musik der Donau. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Abteilungsleiter der österreichischen Schifffahrtsbehörde handelte, der anbot, dass man ihn bei zukünftigen Zillenfahrten bei Schwierigkeiten kontaktieren könne.

Am nächsten Tag ging es nach Au, dem Endpunkt der diesjährigen Tanzfahrt. Auf dem Campingplatz bestand gleich am ersten Abend die erste Möglichkeit zum Auftreten vor zahlreichem Publikum und dieses zollte kräftig Beifall für die abwechslungsreichen Tänze durch die Donauländer.

Der nächste Tag diente dem Baden in der Donau, der Erholung von den Paddelstrapazen und einem letzten Auftritt als Einlage bei einem Open Air Konzert einer lokalen Band, die Hits der 60-iger und 70-iger Jahre, aber auch moderne Popsongs spielte. Die Schüler hatten vorher vereinbart, die Einnahmen dem Nepalprojekt des Campingplatzes zu spenden, in dem die Erdbebenopfer des Frühjahrs unterstützt werden.

Die Stimmung war bombig und die Gruppe wuchs über sich hinaus, so dass knapp 400 € an Spenden zustande kamen. Die Campingplatzbetreiber Gerhard und Arnold waren so gerührt beim Überreichen des Geldes, dass sie für die Zeit des Aufenthalts die Schüler des Wieland-Gymnasiums kostenlos übernachten ließen.

Leider mussten am nächsten Tag die Zelte abgebrochen werden, doch bevor die Gruppe abreiste, spielte sie Gerhard und Arnold noch ein Dankesständchen für den tollen Aufenthalt. Die Fahrt ging nach 10 Tagen zu Ende, doch eines nahmen die Biberacher mit nach Hause: Wer gibt, dem wird auch gegeben. Vielleicht ergibt sich im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit dazu, Pläne dazu bestehen auf alle Fälle.

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Adresse

Wieland-Gymnasium Biberach
Adenauerallee 1–3
88400 Biberach an der Riß

Telefon: 07351 / 51392

Telefax: 07351 / 51394
E-Mail:
wieland-gymnasium@biberach-riss.de

 

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